
Ärztliche Leitung
Dr. med. univ. Metin Aysel
- Funktion
- Ärztlicher Leiter, Facharzt Kinder- und Jugendpsychiatrie
- Mitgliedschaft
- FMH
Profil
In meiner Ausbildung lernte ich Ansätze der Gesprächspsychotherapie, der Spieltherapie und der kognitiven Verhaltenstherapie kennen. Eine interdisziplinäre Therapieplanung ist für mich unverzichtbar.
Ausbildung und Weiterbildung
- 03/2015Facharztprüfung im Fach Kinder- und Jugendpsychiatrie.
- 10/1996–12/2005Studium der Medizin, Studienkennzahl N 201, an der Medizinischen Universität Wien.
- 08/2005Gaststudent während der Sommerferien an der Addis Ababa University, Medical Faculty, Department of Pediatrics and Child Health, Äthiopien.
- 10/1996Matura.
- 09/1988–05/1996Bundesrealgymnasium, Zehnergasse 15, 2700 Wiener Neustadt.
Beruflicher Werdegang
Praxistätigkeit im Erwachsenenbereich
- 2017–2019Praxistätigkeit bei Dr. Urs Dudle, Zürich.
- 2015Praxistätigkeit bei Dr. Ahmet Dervisoglu, Basel.
Klinische Stationen der Facharztausbildung
- 10/2014–12/2019Nachtarzt beim Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst / an der Universitätsklinik Zürich.
- 01/2013–09/2014Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst / Universitätsklinik Zürich, Zentrum – stationärer Bereich.
- 01/2012–12/2012Schweizerisches Epilepsiezentrum: Fremdjahr Neurologie im Rahmen der Facharztausbildung für Kinder- und Jugendpsychiatrie.
- 01/2011–12/2011Sanatorium Kilchberg: Fremdjahr Erwachsenenpsychiatrie im Rahmen der Facharztausbildung für Kinder- und Jugendpsychiatrie.
- 01/2009–12/2011Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst Zürich, Fachstelle für Kinder- und Jugendforensik, Universitätsklinik Zürich.
- 07/2007–12/2008Psychiatrische Dienste Aargau, Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst Aargau.
- 09/2005–06/2007Mitarbeit als klinischer Beobachter auf der Station E06 der Universitätsklinik für Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters, AKH Wien.
Arbeitsweise und Angebot
Der Mensch im Mittelpunkt
Im empathischen Dialog respektiere ich die individuellen Grenzen meiner Patientinnen und Patienten und passe die angewandten Methoden entsprechend an. Auch Lachen und ein behutsamer, humorvoller Umgang mit Leid gehören für mich zur Therapie.
Herz und Vernunft verbinden
Psychosoziale Belastungen können unseren Blick trüben und negative Gedanken übermächtig erscheinen lassen. Eine positiv-realistische Betrachtungsweise kann helfen, nahezu automatische negative Denkmuster auszugleichen.
In einem vernunftgeprägten Alltag geraten die Anliegen des Herzens leicht in den Hintergrund, obwohl sie unser Befinden wesentlich prägen. Die Verbindung von Herz und Vernunft verstehe ich deshalb als ergänzenden Ansatz in der Psychotherapie.
Das Zusammenspiel der Lebenskreise
Nach meinem Verständnis bewegen wir uns in verschiedenen Lebenskreisen – darunter Körper, Herz und Seele. Diese können denselben Moment unterschiedlich und zeitlich versetzt erleben.
Ein Beispiel: Am Tag nach der Rückkehr von einem Urlaub auf den Malediven befindet sich der Körper bereits wieder an einem anderen Ort. Die Seele verweilt noch am Strand und geniesst die Meeresbrise, während das Herz dem Wiedersehen mit der besten Freundin am nächsten Tag entgegenblickt. So erleben wir gleichzeitig, bewusst oder unbewusst, unterschiedliche Eindrücke.
Worte, Erlebnisse und psychosoziale Einflüsse berühren diese Lebenskreise auf unterschiedliche Weise. Jeder hat eigene Bedürfnisse: So wie dem Körper bei fehlender Nahrung Mangelerscheinungen drohen, benötigen auch Herz und Seele ihre entsprechende «Nahrung» und eine ausgewogene Erfüllung ihrer Bedürfnisse.
Das Bewusstsein für diese Zusammenhänge und das unterschiedliche Zeiterleben eröffnet Möglichkeiten, gemeinsam mit den Betroffenen Potenziale und Ressourcen wiederzuentdecken, zu reaktivieren und weiterzuentwickeln.
Menschlichkeit als gemeinsame Haltung
Bei der Zusammenstellung unseres Teams lege ich besonderen Wert auf einen empathischen, zugewandten und menschlichen Umgang. Ein harmonisches Miteinander, ausgeprägte Sozialkompetenz und besondere Fähigkeiten zur gemeinsamen Problemlösung im direkten Dialog sind für mich zentrale Kriterien.
Raum zum Durchatmen
Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme. Mit unseren Ansätzen möchten wir Sie bei der Bewältigung psychischer Schwierigkeiten unterstützen und Ihnen und Ihrer Familie ermöglichen, wieder Luft zu holen.
Umso mehr freuen wir uns, wenn Sie mit diesem Atem neue Möglichkeiten für sich entdecken, Ihren Weg eigenständig weitergehen und unsere Unterstützung nicht mehr benötigen.
Forschung und Engagement
- 2016Präsident, Initiator und Gründungsmitglied der Association for Psychological and Spiritual Sciences (APSS), www.apss.eu.
- Seit 2013Etablierung und Organisation des International Congress of Nefs Science I–VI (2014–2019).
- 2005/2007Wissenschaftliche Arbeit an der Universitätsklinik für Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters, AKH Wien: «Psychopathologie von Migranten- und Flüchtlingskindern, ursächliche Faktoren und präventive Maßnahmen».
Vorträge und Weiterbildung
- Seit 2018
Einordnung psychischer Krankheitsbilder
Referent zum Thema «Einordnung psychischer Krankheitsbilder» im Rahmen der Weiterbildung «Muslimische Seelsorge und Beratung im interreligiösen Kontext» am Schweizerischen Zentrum für Islam und Gesellschaft der Universität Freiburg.
- 2010
Prävention statt Intervention
Laienfortbildung im Rahmen des Projekts «Prävention statt Intervention» der Integrationsförderung der Stadt Zürich. Vortragssprache: Türkisch.
Vortragsthemen
- ADHD
- Depression im Kindes- und Jugendalter
- Störung des Sozialverhaltens
- Pubertät und Kommunikation mit Pubertierenden
- 2006
Kulturspezifische Aspekte im Umgang mit Behinderung
Vortrag «Kulturspezifische Aspekte im Umgang mit Behinderung aus islamisch-türkischer Sicht» am Krankenhaus Barmherzige Brüder, Institut für Sinnes- und Sprachneurologie, Gesundheitszentrum für Gehörlose, Linz.
Publikationen und Kongressbeiträge
- 2019
Wissenschaftliche Publikation
Mental health problems of children and adolescents, with and without migration background, living in Vienna, Austria.
Maria Teresa Gutmann; Metin Aysel; Zeliha Özlü-Erkilic; Christian Popow; Türkan Akkaya-Kalayci.
Child and Adolescent Psychiatry and Mental Health, Band 13, Artikel 35. Veröffentlicht am 10. September 2019. DOI: 10.1186/s13034-019-0295-y.
- 2008
Posterpräsentation
Are there Temporal Variations in Youth Suicide.
Kanita Dervic, M.D.; Nestor D. Kapusta, M.D.; Thomas Niederkrotenthaler, M.D.; Metin Aysel, M.D.; Martin Voracek, Ph.D.; Lisa Loibl, Ph.D.; Heiner Meng, M.D.; Gernot Sonneck, M.D.; Max H. Friedrich, M.D.
IACAPAP Congress, Istanbul, 30. April–3. Mai 2008.
- 2007
Posterpräsentation
Psychical illness of Turkish Migrant Children and Adolescents. Psychopathology and Protective Factors.
M. Aysel; M. Gutmann; M. Arslan; T. Akkaya-Kalayci; K. Dervic; B. Schuch; C. Popow.
Medical University of Vienna, Department of Child and Adolescent Psychiatry. 3rd PhD Symposium of the Young Scientists Association of the Medical University of Vienna, 21.–22. Juni 2007.
- 2007
Abstract
Suicidal ideation in Viennese secondary school pupils.
Kanita Dervic; Türkan Akkaya-Kalayci; Nestor D. Kapusta; Marihan Kaya; Elisabeth Merl; Elisabeth Vogel; Metin Aysel; Elisabeth Pellegrini; Max H. Friedrich.
Abstract Book, 15th Congress of the Association of European Psychiatrists (AEP), Madrid, Spanien, 17.–21. März 2007.
Auszeichnungen
- 2007
Posterpreis der ÖGPP
Posterpreis der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (ÖGPP), Salzburg 2007, für die oben genannte Arbeit Suicidal ideation in Viennese secondary school pupils des dort aufgeführten Autorenteams.
Kontakt
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